Die Beaufort-Skala

 

Die Beaufort-Skala ist die gebräuchlichste Methode, um Windstärken zu beschreiben. Sie reicht von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan) und ordnet jeder Stufe typische Windgeschwindigkeiten sowie eine anschauliche Bezeichnung zu. Besonders auf See hilft sie dabei, Wetterberichte schnell einzuordnen und Segel, Crew und Boot richtig vorzubereiten.

Während moderne Instrumente Windgeschwindigkeiten in Knoten (kn) oder km/h anzeigen, wird in Vorhersagen und Logbüchern häufig weiterhin mit Beaufort gearbeitet.

 

Die Beaufort-Skala in der Praxis

Mit zunehmender Beaufort-Stufe steigt nicht nur die Windgeschwindigkeit, sondern auch die Auswirkung auf:

  • Seegang
  • Manövrierbarkeit des Boots
  • notwendige Segelreduktion
  • Belastung für Material und Crew

Ab etwa Bft 4–5 (mäßige bis frische Brise) beginnt aktives Segelmanagement, es sollte gerefft gefahren werden. Ab Bft 7 wird die Situation anspruchsvoll und erfordert Erfahrung und Aufmerksamkeit.

Die Faustregel „+5 / 5“ – Beaufort schnell in Knoten umrechnen

Um aus einer Beaufort-Angabe schnell eine ungefähre Windgeschwindigkeit in Knoten abzuleiten, hat sich folgende Segler-Faustregel bewährt:

Wind in Knoten ≈ (Beaufort × 5) + 5

Beispiele:

  • Bft 3 → (3 × 5) + 5 = 20 kn
  • Bft 5 → (5 × 5) + 5 = 30 kn
  • Bft 6 → (6 × 5) + 5 = 35 kn

Diese Regel liefert bewusst einen praxisnahen Näherungswert, der eher im oberen Bereich der jeweiligen Beaufort-Stufe liegt – ideal für Sicherheitsbetrachtungen und Segelentscheidungen.

⚠️ Wichtig:
Die tatsächlichen Werte schwanken je nach Böen, Messhöhe und lokalen Effekten. Die Faustregel ersetzt keine genaue Messung, hilft aber bei schnellen Entscheidungen an Bord.

Windstärken verstehen – Beaufort-Skala einfach erklärt

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