Die Fock wird über eine Rollanlage gefahren und lässt sich vollständig ausrollen, stufenlos reffen oder komplett bergen, ohne das Vorschiff betreten zu müssen. Die Bedienung erfolgt im Zusammenspiel von Fockschot, Wickelleine und Fockfall, wobei jede Leine eine klar abgegrenzte Aufgabe hat.

Bevor die Fock genutzt wird, ist sie am Vorstag angeschlagen und mit dem Fockfall gesetzt. Das Fockfall dient ausschließlich dazu, das Segel in Position zu halten. Es wird nach dem Setzen einmal durchgesetzt und bleibt während der gesamten Fahrt unverändert belegt. Für das eigentliche Segeln hat es keine weitere Funktion.

Das Ausrollen der Fock erfolgt kontrolliert. Das Boot liegt dabei stabil auf Kurs, idealerweise leicht am Wind oder etwas abgefallen. Die Wickelleine der Rollanlage wird langsam gefiert, während gleichzeitig die Fockschot auf der Leeseite dichtgenommen wird. Durch den Zug an der Schot rollt sich das Segel sauber vom Vorstag ab. Die Fock wird nicht herausgezogen, sondern entfaltet sich selbstständig, sobald die Wickelleine nachgibt. Sobald die gewünschte Segelfläche erreicht ist, wird die Wickelleine belegt und die Fock ausschließlich über die Schot getrimmt.

Beim Trimmen wird die Fockschot so eingestellt, dass das Segel ruhig steht und gleichmäßig angeströmt wird. Je näher am Wind gesegelt wird, desto dichter wird die Schot genommen. Auf raumeren Kursen wird sie entsprechend gefiert. Die Fock bestimmt dabei maßgeblich den Luftstrom zum Großsegel und beeinflusst den Ruderdruck sowie den gesamten Lauf des Bootes.

Soll die Segelfläche reduziert werden, wird die Fock eingerollt. Dazu wird zunächst die Fockschot etwas gefiert, um das Segel zu entlasten. Anschließend wird die Wickelleine gleichmäßig dichtgeholt. Während des Einrollens bleibt immer leichter Zug auf der Schot, damit sich das Segel straff und sauber um das Vorstag legt. Das Reffen erfolgt stufenlos und kann jederzeit unter Fahrt durchgeführt werden.

Zum vollständigen Bergen der Fock wird das Segel weiter eingerollt, bis es vollständig an der Rollanlage anliegt. Die Wickelleine wird sicher belegt, die Schoten werden so eingestellt, dass nichts schlägt oder unter Spannung steht. Nach dem Segeln kann das eingerollte Segel zusätzlich mit einer Persenning gesichert werden. Diese Leine wird ausschließlich im Hafen oder im Ruhezustand genutzt und spielt während der Fahrt keine Rolle.

Die Bedienung der Fock folgt damit einem einfachen Grundprinzip: Das Fockfall hält das Segel, die Wickelleine bestimmt die Segelfläche und die Fockschot formt und trimmt das Profil. Wird dieses Zusammenspiel ruhig und kontrolliert genutzt, lässt sich die Fock jederzeit sicher und präzise bedienen.

Bedienung der Fock

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